|
Was ist schön?
Den Gedanken, nur anders sein zu müssen
und sich dann glücklicher zu fühlen, kennen viele Mädchen, vor allem in Bezug
auf ihr Gewicht. Meistens möchten sie schlanker sein.
Wer bestimmt eigentlich, was schön ist? "Ich selber", würden sicher viele
antworten. Das ist jedoch nur zum Teil so. Denn wir werden alle geprägt von dem,
was wir im Fernsehen, in Zeitschriften, auf der Bühne usw. sehen. In der
heutigen Zeit ist eine schlanke Figur für die meisten Menschen das
Schönheitsideal.
Wenn man sich
mal wieder gar nicht schön findet, dann hilft es manchmal...
-
daran zu denken,
dass das die allermeisten Menschen kennen (auch die "Schönen"),
-
sich klar zu
machen, dass Schönheitsideale gemacht werden und dass es Menschen gibt, die
daran Geld verdienen (z.B. bei Mode-, Kosmetik- und Diätprodukten),
-
ganz gezielt zu
gucken, was man für Eigenarten und körperliche Merkmale hat, die man schön an
sich findet,
-
die Freundinnen
zu Rate zu ziehen: Vielleicht könnt ihr euch Tipps geben, wie ihr eure schönen
Haare, Fingernägel, Augen oder Zähne noch mehr betonen könnt,
-
darauf zu
vertrauen, dass schon ein aufrechter Gang und ein Lächeln sehr attraktiv
wirken können.
Wichtig bei der Frage, was schön
ist, ist auch der Blickwinkel, den die Betrachterin hat und die Ausstrahlung,
die die betrachtete Person hat. Und bei der eigenen Ausstrahlung spielt immer
eine wichtige Rolle, wie man sich selber fühlt und findet. Deshalb kann bei
Unzufriedenheit mit dem Aussehen manchmal eine Überprüfung der eigenen
Wahrnehmung helfen, um zu gucken: "Woher kommt eigentlich meine Unzufriedenheit?
Wer findet mich denn wirklich hässlich? Gibt es tatsächlich so viele, die mich
nicht schön finden oder nicht mögen? Gibt es vielleicht andere Gründe für mein
Unwohlsein?"
Schein und Sein -
Alkohol, Zigaretten und Co.
Auch Alkohol und Zigaretten haben
etwas damit zu tun, wie man sich selber fühlt, wie man sich wahrnimmt, und wie
man sein und wirken möchte. Sich fit, entspannt, kreativ, cool, lustig, sicher,
locker, leistungsstark oder einfach "gut drauf" fühlen wollen - man kann tausend
Gründe finden, weshalb Menschen Suchtmittel nehmen.
Alkohol und Zigaretten sind wie Kaffee und Tee "legale Drogen". Das heißt, dass
sie erlaubt sind. Unterschieden werden von den illegalen Drogen, deren Besitz
und Weitergabe verboten ist. Zu diesen gehören zum Beispiel Cannabis, Ecstasy,
Speed, LSD, Kokain und Heroin.
Suchtmittel, ob legal oder illegal, haben den Nachteil, dass sie nicht nur
angenehme Effekte auslösen. Sie haben alle auch ungewollte, je nach Droge
unterschiedliche Wirkungen. Manche von diesen schädlichen Folgen treten erst
später auf. Aber auch beim ersten Gebrauch ist Vorsicht geboten: Unangenehme
körperliche Nebenwirkungen sind häufig! Außerdem bin ich nicht mehr "Herrin"
meiner Sinne und möglicherweise nicht mehr in der Lage, auf mich selber
aufzupassen. Andere können mich leicht verleiten, Dinge zu tun, die ich
eigentlich gar nicht möchte. Peinliche Situationen, gefährliche Mutproben oder
ungewollter oder ungeschützter Sex können schlimme Folgen dieses kurzen
Vergnügens sein.
Eine mögliche Folge von regelmäßigem Konsum ist die Abhängigkeit bzw. Sucht. Sie
entsteht nicht von heute auf morgen, sondern in einem Prozess mit verschiedenen
Stadien, die fließend ineinander übergehen. Von seelischer Abhängigkeit spricht
man, wenn jemand ein unstillbares Verlangen nach dem Suchtmittel hat.
Gleichzeitig kann, je nach Suchtmittel, noch die körperliche Abhängigkeit
hinzukommen. Der Körper zeigt dann so genannte Entzugserscheinungen, wenn er die
Drogen nicht mehr bekommt, beispielsweise Krämpfe, Schüttelfrost oder
Halluzinationen.
Bei der Frage, wie jemand mit Drogen umgeht, spielt zum Beispiel die "soziale
Kompetenz" eine Rolle. Dazu gehört die Fähigkeit, sich abgrenzen und "nein"
sagen zu können, eigene Gefühle wahrzunehmen und ausdrücken zu können.
Selbstwertgefühle, Selbstbewusstsein, die Fähigkeit, bewusst zu genießen, und
können, eigene Grenzen zu erkennen oder mit Misserfolgen und Frustrationen
umgehen zu können.
Wie fühle ich mich wohl
in meiner Haut?
-
Sport
Auch wenn du keine Sportkanone bist: Wer
seinen Körper lieber straffer und gut durchblutet mag und sich fit fühlen
will, der hat mit Bewegung gute Chancen, dieses Ziel zu erreichen. Am besten
eigenen sich Sportarten, bei denen der ganze Körper arbeiten muss, also
Schwimmen, Fahrradfahren, Wandern, Tanzen, Joggen und fernöstliche
Kampfsportarten.
-
Entspannung
Wer seinem Körper Gutes tut, strahlt dies auch nach außen aus. Ein
Entspannungsbad mit Musik oder sich eincremen mit einer gut riechenden
Körperlotion oder einfach im Gras liegen und verträumt in den Himmel gucken,
all das kann helfen, Abstand zu gewinnen von Problemen und Alltagsstress.
-
Ernährung
Ausgewogene Ernährung trägt maßgeblich zum
körperlichen Wohlbefinden bei. Cola, Sahnetörtchen und Gummibärchen machen auf
Dauer schlapp. Die beste Ernährung ist fettarm und vitaminreich.
Vollkornbrote, Müslis und viel Obst und Gemüse gehören zu den Spitzenreitern
der Ernährung. Ernährungstipps finden sich zum Beispiel im Internet unter
www.essbar.de und in den "Gut drauf"-Hefter der BZgA.
Diäten und
Hungerkuren sind absolut der falsche Weg. Sie führen auf Dauer nicht zum
Abnehmen, denn der Körper gewöhnt sich in der Zeit der Diät oder des Hungers an
die geringe Nahrungsmenge. Bekommt er dann danach wieder seine "normale"
Portionen, speichert er diese besonders gründlich, so zusagen als Polster für
schlechte Zeiten. Dadurch führen Diäten und Hungerkuren langfristig sogar zur
Gewichtszunahme.
-
Aussehen
Sich verändern kann Spaß machen. Verwandlungskünstlerinnen können mit
ausgefallenen, selbst genähten Klamotten, neuesten Haarkreationen oder
Schminkideen viel Spaß haben. Verwandlung kostet manchmal auch Mut. Wer sich
nicht alleine traut, kann sich vielleicht mit Freundinnen zusammentun.
|