Mädchen - Landkreis Stade

Power gegen blöde Anmache

Power gegen blöde Anmache

Wenn einem Mädchen jemand zu nahe rückt, spürt es in der Regel recht schnell, dass da gegen seinen Willen Grenzen überschritten werden. Vielleicht kennst du diese Situationen aus eigener Erfahrung:

  • Ein Lehrer macht Anspielungen auf deine Figur
  • Ein Onkel verlangt zur Begrüßung einen Kuss auf den Mund
  • Im Gedränge im Bus drückt einer ganz "zufällig" deine Brust
  • Der Vater einer Freundin tätschelt dir den Po und sagt, wie erwachsen du geworden bist

Solch' blöde Anmache ist in keinem Fall in Ordnung, und niemand muss sich so etwas gefallen lassen! Nach Möglichkeit sollte man direkt klar sagen oder zeigen, dass man das nicht will. Auch für dumme Anmache auf der Straße gibt es verschiedene Reaktionsmöglichkeiten: laut schimpfen, fluchen, freche verblüffende Sprüche oder den Typen einfach ignorieren. Je nach eigener Persönlichkeit und Situation kann man sich für verschiedene Reaktionen entscheiden.

Wenn man jedoch das Gefühl hat, bedroht zu werden, sollte man unbedingt auf sein Gefühl hören. Bei körperlicher Bedrohung wird empfohlen, sich zu wehren, wegzulaufen und laut um Hilfe zu rufen und - ganz wichtig - die Polizei zu rufen!  Sinnvoll ist es, in einem Selbstverteidigungskurs Techniken zu lernen, um sich zu schützen, zum Beispiel durch WenDo Kurse. Informationsstellen gegen sexuellen Missbrauch raten ferner, bei Gefahr laut "Feuer" zu rufen, weil die anderen Menschen darauf stärker reagieren als auf Hilferufe.

Grenzen setzen

Besonders schwer fällt es, Grenzen deutlich zu machen und "nein" zu sagen, wenn einen Menschen unter Druck setzen, die man eigentlich gern hat. Ein Beispiel, das manche Mädchen kennen: Ihr Freund geht beim Schmusen immer einen Schritt weiter, als sie selber es wollen. Oder er will Sex ohne Kondome und sagt, dies sei ein Zeichen von Vertrauen und Liebe.

Aber wenn dem Jungen das Mädchen und dessen Freundschaft wirklich wichtig sind, beachtet er die Wünsche seiner Freundin mindestens genauso wie seine eigenen. Ein Zeichen von Vertrauen und Liebe ist es, verantwortungsvoll mit dem anderen umzugehen und dessen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Das sollte ein Mädchen seinem Freund, wenn dieser es bedrängt, auch ganz klar sagen. Mögliche Antworten könnten auch sein:

  • "Ich mag es nicht, wenn mich jemand zu etwas zwingt."
  • "Eine sichere Verhütung ist mir wichtig."
  • "Ich will auf keinen Fall Aids kriegen oder schon schwanger werden."
  • "Ich möchte selber bestimmen, wann für mich der Zeitpunkt kommt, mit jemanden zu schlafen."

Sexuelle Gewalt, Missbrauch

Der Übergang von nervender Anmache auf der Straße über Bedrängung und Druck durch nahe stehende und fremde Personen hin zu körperlicher und sexueller Gewalt ist fließend. Während wohl jede Frau irgendwann einmal in ihrem Leben Belästigungen erlebt, sind sexuelle Gewalttaten wie Missbrauch und Vergewaltigung weniger häufig.

Die meisten sexuellen Straftaten passieren im Rahmen der eigenen Familie oder im Bekannten- und Verwandtenkreis. Da, wo Kinder und Jugendliche auf Schutz und Vertrauen angewiesen sind, wird dieses Verhältnis übel missbraucht. Für die betroffenen Mädchen und Jungen ist es oft sehr schwer, sich zu wehren. Zum Beispiel, weil der Täter ihnen droht: "Wenn du unser Geheimnis verrätst, tue ich deiner Schwester etwas an" oder "... machst du unsere Familie kaputt und kommst du ins Heim" oder "... hab ich dich nicht mehr lieb! usw. Mädchen und Jungen haben dann oft Angst, dass sie ihre Familie zerstören, wenn sie sich jemandem anvertrauen. Das ist nicht so. Die Familie wird durch den Täter oder die Täterin zerstört, aber nicht durch das Opfer.

Manches Mädchen meint auch, es sei mit Schuld daran, wenn es sexuell belästigt oder vergewaltigt wird, weil es sich nicht gewehrt hat. Das stimmt in keinem Fall. Schuld trägt alleine der Täter, der das Mädchen bedrängt, ihm Gewalt antut oder durch Drohungen seelischen Druck ausübt. Ein Mädchen, das in eine solche Notlage gerät, sollte sich auf jeden Fall Verbündete suchen. Eltern, Freundinnen und Lehrerinnen können Ansprechpartner sein. Auch wenn ihm zunächst nicht geglaubt wird, sollte es sich in keinem Fall entmutigen lassen und es bei einer anderen Vertrauensperson versuchen.

Es gibt auch Anlaufstellen, wo sich Mädchen anonym und vertraulich an Fachfrauen wenden können, zum Beispiel den Kinderschutzbund, Zartbitter e.V., Wildwasser, Beratungsstellen der Stadt, des Kreises oder der Verbände. Auch die Telefonberatung des Kinderschutzbundes, die "Nummer gegen Kummer": 0800 111 0 333, kann sinnvoll sein, wenn ein Mädchen erst einmal nur reden möchte oder Adressen für Beratung und Hilfe sucht.

Power gegen blöde Anmache

Wenn einem Mädchen jemand zu nahe rückt, spürt es in der Regel recht schnell, dass da gegen seinen Willen Grenzen überschritten werden. Vielleicht kennst du diese Situationen aus eigener Erfahrung:

  • Ein Lehrer macht Anspielungen auf deine Figur
  • Ein Onkel verlangt zur Begrüßung einen Kuss auf den Mund
  • Im Gedränge im Bus drückt einer ganz "zufällig" deine Brust
  • Der Vater einer Freundin tätschelt dir den Po und sagt, wie erwachsen du geworden bist

Solch' blöde Anmache ist in keinem Fall in Ordnung, und niemand muss sich so etwas gefallen lassen! Nach Möglichkeit sollte man direkt klar sagen oder zeigen, dass man das nicht will. Auch für dumme Anmache auf der Straße gibt es verschiedene Reaktionsmöglichkeiten: laut schimpfen, fluchen, freche verblüffende Sprüche oder den Typen einfach ignorieren. Je nach eigener Persönlichkeit und Situation kann man sich für verschiedene Reaktionen entscheiden.

Wenn man jedoch das Gefühl hat, bedroht zu werden, sollte man unbedingt auf sein Gefühl hören. Bei körperlicher Bedrohung wird empfohlen, sich zu wehren, wegzulaufen und laut um Hilfe zu rufen und - ganz wichtig - die Polizei zu rufen!  Sinnvoll ist es, in einem Selbstverteidigungskurs Techniken zu lernen, um sich zu schützen, zum Beispiel durch WenDo Kurse. Informationsstellen gegen sexuellen Missbrauch raten ferner, bei Gefahr laut "Feuer" zu rufen, weil die anderen Menschen darauf stärker reagieren als auf Hilferufe.

Grenzen setzen

Besonders schwer fällt es, Grenzen deutlich zu machen und "nein" zu sagen, wenn einen Menschen unter Druck setzen, die man eigentlich gern hat. Ein Beispiel, das manche Mädchen kennen: Ihr Freund geht beim Schmusen immer einen Schritt weiter, als sie selber es wollen. Oder er will Sex ohne Kondome und sagt, dies sei ein Zeichen von Vertrauen und Liebe.

Aber wenn dem Jungen das Mädchen und dessen Freundschaft wirklich wichtig sind, beachtet er die Wünsche seiner Freundin mindestens genauso wie seine eigenen. Ein Zeichen von Vertrauen und Liebe ist es, verantwortungsvoll mit dem anderen umzugehen und dessen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Das sollte ein Mädchen seinem Freund, wenn dieser es bedrängt, auch ganz klar sagen. Mögliche Antworten könnten auch sein:

  • "Ich mag es nicht, wenn mich jemand zu etwas zwingt."
  • "Eine sichere Verhütung ist mir wichtig."
  • "Ich will auf keinen Fall Aids kriegen oder schon schwanger werden."
  • "Ich möchte selber bestimmen, wann für mich der Zeitpunkt kommt, mit jemanden zu schlafen."

Sexuelle Gewalt, Missbrauch

Der Übergang von nervender Anmache auf der Straße über Bedrängung und Druck durch nahe stehende und fremde Personen hin zu körperlicher und sexueller Gewalt ist fließend. Während wohl jede Frau irgendwann einmal in ihrem Leben Belästigungen erlebt, sind sexuelle Gewalttaten wie Missbrauch und Vergewaltigung weniger häufig.

Die meisten sexuellen Straftaten passieren im Rahmen der eigenen Familie oder im Bekannten- und Verwandtenkreis. Da, wo Kinder und Jugendliche auf Schutz und Vertrauen angewiesen sind, wird dieses Verhältnis übel missbraucht. Für die betroffenen Mädchen und Jungen ist es oft sehr schwer, sich zu wehren. Zum Beispiel, weil der Täter ihnen droht: "Wenn du unser Geheimnis verrätst, tue ich deiner Schwester etwas an" oder "... machst du unsere Familie kaputt und kommst du ins Heim" oder "... hab ich dich nicht mehr lieb! usw. Mädchen und Jungen haben dann oft Angst, dass sie ihre Familie zerstören, wenn sie sich jemandem anvertrauen. Das ist nicht so. Die Familie wird durch den Täter oder die Täterin zerstört, aber nicht durch das Opfer.

Manches Mädchen meint auch, es sei mit Schuld daran, wenn es sexuell belästigt oder vergewaltigt wird, weil es sich nicht gewehrt hat. Das stimmt in keinem Fall. Schuld trägt alleine der Täter, der das Mädchen bedrängt, ihm Gewalt antut oder durch Drohungen seelischen Druck ausübt. Ein Mädchen, das in eine solche Notlage gerät, sollte sich auf jeden Fall Verbündete suchen. Eltern, Freundinnen und Lehrerinnen können Ansprechpartner sein. Auch wenn ihm zunächst nicht geglaubt wird, sollte es sich in keinem Fall entmutigen lassen und es bei einer anderen Vertrauensperson versuchen.

Es gibt auch Anlaufstellen, wo sich Mädchen anonym und vertraulich an Fachfrauen wenden können, zum Beispiel den Kinderschutzbund, Zartbitter e.V., Wildwasser, Beratungsstellen der Stadt, des Kreises oder der Verbände. Auch die Telefonberatung des Kinderschutzbundes, die "Nummer gegen Kummer": 0800 111 0 333, kann sinnvoll sein, wenn ein Mädchen erst einmal nur reden möchte oder Adressen für Beratung und Hilfe sucht.



Anlaufstellen im Landkreis Stade:

für das Kreisgebiet (außer der Hansestadt Stade)

  • Lichtblick - Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt
    des AWO Kreisverbandes Stade e.V.

    Bertha-von-Suttner-Allee 4
    21614 Buxtehude
    Tel. 04161 714715

für die Hansestadt Stade

  • Beratungsstelle geggen sexuellen Missbrauch
    Salzstr. 16
    21682 Stade
    Tel. 04141 43646

 

 

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